Montag, 30. August 2010

Kanacken Ghandi - von Osman Engin


Hmmm... also, eigentlich steht da auf dem Einband: Ablachen und nachdenken und weiterempfehlen…

Ich musste aber wenn es hoch kommt ganz selten mal schmunzeln. Wirklich lustig finde ich es nicht. Es ist alles sehr übertrieben dargestellt. Eigentlich steh ich auf Sarkasmus und Zynismus, aber hier gerade irgendwie nicht. Trifft nicht meinen Geschmack. Oder nicht meinen Humor?

Es geht darum, dass ein Türke, der schon 30 Jahre in Deutschland lebt und arbeitet, auf einmal als Asylbewerber gilt und ausgeschafft werden soll. Osman hat aber überhaupt nie Asyl beantragt und ist nicht als Asylant nach Deutschland gekommen sondern als Gastarbeiter. Also muss da irgendwie ein Fehler unterlaufen sein.

Bei den Behörden stösst er auf kein Gehör, seine Arbeit verliert er auch und sowieso ist die ganze Woche nur Kacke am dampfen. Also, wer dieses Buch liest weiss danach wirklich was es heisst, eine beschissene Woche gehabt zu haben.

Osman versucht auf legale Art und Weise wieder aus diesem Schlamassel rauszukommen, versucht es auch mit Menschen, die sagen, sie können ihm helfen und er versuchte es auch auf illegale Weise. Aber irgendwie bringt alles nichts.

Wie bereits geschrieben ist alles sehr übertrieben dargestellt. Hoffe ich zumindest, und als es dann um die Folterung von Asylanten geht und obwohl der Schriftsteller auch die Folterungen und Osman’s Reaktion darauf komisch darstellen möchte, gelingt ihm das meiner Meinung nach nicht. Ich weiss nicht, was für Menschen darüber lachen können. Vielleicht verstehe ich aber auch das ganze Buch nicht. Für mich könnten diese Szenen aus eine Thriller sein - vielleicht liegt das aber auch einfach an meiner Phantasie.

Ganz sicher bin ich mir aber, dass dieses Buch nur von einem Türken geschrieben werden durfte. Hätte das ein Deutscher geschrieben wäre es schon alleine wegen dem Titel in Verruf gekommen.

Auch das Ende ist eher… blöd. Naja, weiterempfehle kann ich es wohl nach diesem Text nicht wirklich, oder?

Erschienen im dtv Verlag
ISBN: 978-3-423-20476-7 / 286 Seiten

Kommentare:

  1. Diese Buchbesprechung war aber auch nicht wirklich der Brüller, denn über das Buch weiß ich jetzt genauso viel wie vor dieser Besprechung; oder war es eine Kritik?

    AntwortenLöschen
  2. Es ist mehr als Kritik gedacht. Tut mir leid, dass Du genau so wenig über das Buch weisst, wie bevor Du meinen Text gelesen hast. Vielleicht findest Du mehr auf einer Internet Seite, die Bücher verkauft (wie buch.ch oder so) . Trotzdem vielen Dank, dass Du auf meinem Blog warst und danke für Deine Kritik.

    AntwortenLöschen

Primitive, rassistische, anonyme oder einfach sonst nur blöde Einträge werden gelöscht. Die Verantwortung der Inhalte der Links liegt beim Verfasser des Gästebuch-Eintrags.)