Mittwoch, 20. April 2011

Reisefüdli

Ich bin in den letzten 2 Wochen 6x in die Luft gegangen.

Zuerst flog ich nach London. Das war nicht mein erster Aufenthalt da. Aber das erste Mal mit Sonnenschein. Dank dem frühlingshaften Wetters habe ich nun auch mal die schönen Seiten der diversen Parks und Grünanlagen kennengelernt und all die blühenden Pflanzen begutachten können, die England so importiert hat, um es schön auszudrücken.

London ist nicht die schönste Stadt und trotz Modemetropole sieht man da in der U-Bahn sooooo viele modische Fehlgriffe wie sonst nirgends. Ich hätte alleine mit Kleider- und Farbkombis ein Fotoalbum füllen können. Und ich meine damit nicht schrill, speziell oder anders sondern einfach den *geht-ja-gar-nicht Look*. Leute, nicht alles was man in einem Kleiderladen kaufen kann, sollte man auch anziehen! Aber London ist einfach cool, schon alleine wegen den grossartigen Shopping-Möglichkeiten. Und weil man da soooo unglaublich viel shoppen kann findet man dann halt im Nachhinein den einen oder anderen Fehlkauf im Schrank. Ich zum Beispiel habe jetzt dank Camden eine pinkige Jeans. Ich liebe Camden, hab ich das schon erwähnt? Da findet man einfach alles! Dank Camden ist mein Schrank-Platz-Problem nun wieder einmal sehr akut! Sehr seeeehr akut!

Und hier noch eine Info an die, die denken, sie müssen nie mehr nach London, weil sie ja schon alles gesehen haben: Die haben alles geändert! Weder Madam Tussauds noch London Dungeon waren gleich wie bei meinem letzten Besuch. Sogar sehr anders. Das hat mich doch sehr überrascht. Die Beatles mussten dem Justin Bieber weichen und George W. Bush steht mit Hitler, Gadaffi und Sadam in einer Reihe. (Kein weiterer Kommentar.) Und bei London Dungeon gibt es jetzt ein Spiegel-Labyrinth.

Auch das Essen ist irgendwie besser geworden… liegt vielleicht am Wetter. Auf jeden Fall lohnt sich London immer wieder alle paar Jahre. Schon nur um den Big Ben wieder mal zu begrüssen


Hier noch pädagogisch wertvolle Spielsachen, die es in London zu kaufen gibt:


Zum Beispiel den Actionheld Jesus und sein Begleiter Mozart...



...oder wie bastle ich mit einem Bastelbogen Folterinstrumente


Danach war ich so ungefähr… 1 ½ Tage zu Hause und dann flog ich nach Instanbul und von Istanbul nach Antalya. Da startete ich für mich etwas spezielle Ferien und zwar wandern in der Türkei - einen Teil des lykischen Höhenwegs zu meistern. Ich bewege mich ja eigentlich nicht so gerne, das heisst, Sport gehört nicht zu meinen grössten Hobbies, nicht einmal, wenn es im Fernsehen läuft. Der erste Tag war dementsprechend auch eher mühsam. Ich war auch nicht wirklich vorbereitet. Ein Auto setzte mich irgendwo aus und es hiess dann, ich müsse nun laufen. In den Reiseunterlagen fand ich dann Regeln: Immer rot-weiss folgen oder Steinmännchen und nicht an roten Kreuzen vorbeilaufen - wäre vielleicht noch wichtig zu wissen!
Schon nach wenigen Minuten wurde unser weg von einer Schafherde abgeschnitten und wir fanden in einem Tümpel die ersten quakenden Frösche. Dann stand in der Wegbeschreibung, dass man einen Bach überqueren müsse in dem man über die Steine hüpft. War aber nicht wegen Hochwasser und so hiess es: Schuhe ausziehen und durch's Wasser waten. Nach einigen Höhenmetern die mir komischerweise ganz schön zusetzten gelangten wir zum Feuerfeld Yanartas. Zuerst dachten wir, dass wir uns auf einem Vulkan befinden oder jemand Feuer gelegt hat - aber für was hat man da eigentlich eine Beschreibung, in der man alles nachlesen könnte! Zum Glück ging es nachher wieder runter über einen steinigen Weg und nochmals über ein grosses Feuerfeld, bis wir nach einigen Kilometern dann in der Bucht von çirali ankamen, wo sich unsere erste Pension befand. Da übernachteten wir in einer Art gemütlich eingerichtetem Gartenhäuschen. Ich war ziemlich am Ende und in der Nacht kam dann noch ein gewaltiges Gewitter auf mit Sturm und Regen und ich dachte schon, dass ich am nächsten Tag im Schlamm wandern muss! Ich wollte nach Hause!
Der 2. Tag war aber Sonnenschein pur und für mich die schönste Wanderung der ganzen Woche. Über Klippen immer am Meer entlang über 3 Buchten und wieder zurück. Anstrengend - ein Auf und Ab - aber wuuuunderschön!
Den darauffolgenden Tag verbrachten wir am Strand. Richtig! Wir liessen die längeste Wanerung über einen Berg der nicht am Meer lag aus und reisten mit unserem Gepäck nach Adrasan. Berge ohne Meer haben wir ja in der Schweiz genug!;-) Diese Pause hat sich auch vollkommen gelohnt und ich fand in diesem Kaff sogar 2 Red Bull in einem Laden! Welch Erfolg! Es war ein rosiger Tag, ausser dass sich Bianca ihre Füsse verbrannte, was natürlich nicht das Beste ist in Wanderferien. Wir pflegten dann also Füsse, tranken Red Bull und assen Nüsse.
Trotz roten Füssen machten wir uns am nächsten Tag wieder auf die Wanderung, das heisst, zuerst gab es noch ein bisschen Sightseeing und dann eine recht lockere Wanderung über wunderschöne Wiesen und teilweise steinige Wege, aber fast immer gerade aus oder runter. Wir sahen kleine türkische Bauernhöfe, Burgen, Schafherden, Geissen und immer wieder mal schöne Aussichten auf das Meer, bis wir dann in Üçagiz ankamen - ein Ort mit einem schönen kleinen Hafen.
Am nächsten und letzten Tag wurden wir dann auch wieder irgendwo in der Pampa ausgesetzt und mussten dann den Weg nach Üçagiz zurückfinden. Die Wanderung war zu Beginn seeeeeeeeehr easy und Bianca und ich waren echt fit und schnell. Wir dachten schon, dass wir das Ziel schnell erreichen würden. Bei einer Bucht haben wir uns dann aber verirrt und als wir den Weg dann fanden fing eine ganz schön steinige Scheisse an! Aber lustig war's und trotzdem waren wir schlussendlich die Ersten am Ziel! Wir belohnten uns dann wieder mit Red Bull und mit Herumsitzen am Hafen!
Am nächsten Tag hatten wir noch Zeit um ein bisschen Antalya zu besichtigen, bevor es dann wieder nach Hause ging. Alles in allem hat sich die Reise und die Wanderung in der Türkei voll gelohnt! Es war anstrengend und entspannend zu gleich. Viel Zeit um nachzudenken und Abstand zu gewinnen von vielen Dingen - eine sensationelle Erfahrung! Und wenn ich die Augen ganz feste schliessen, bin ich wieder für einige Sekunden da - befreit von allem!

Sonntag, 3. April 2011

Song zum Sonntag

:-)♥:-)♥:-)♥:-) Ich bin dann mal weg!

Mittwoch, 30. März 2011

Einmal Homberg und zurück



Aus Trainingszwecken und weil ich einfach ein bisschen den Narren am rumwatzen (gehen/wandern) gefressen habe, liefen Bianca und ich heute auf den Homberg - wir haben den Homberg erklungen!;-) Und das nach einem harten Arbeitstag!

Der Homberg, zwischen dem Hallwilersee und dem Wynental, ist mit seinen 798 Metern nicht der höchste Berg im Aargau, wohl aber einer der bekanntesten. Er wird auch als der "Aargauer-Rigi" bezeichnet - hehe! Auf dem Homberg hat es dann noch einen 19 Meter hohen Aussichtsturm - den wir aber diesmal ausgelassen haben und das Restaurant Homberg hatte leider geschlossen, sonst hätte ich mir gleich eine leckere Älplermagarone reingezogen - aber man kann halt nicht immer gewinnen. Hätten wir eine Wurst dabeigehabt, hätten wir auch eine der unzähligen Grillstationen benutzen können.

Vom Homberg aus kann man eine unvergleichliche Aussicht geniessen. Sieht man nach Süden, dann erblickt man das aargauische Oberwynental und das luzernische Michelsamt sowie die gesamte Alpenwelt der Zentralschweiz. Dreht man sich nach Osten überblickt man den Hallwiler- und den Baldeggersee sowie den ganzen Kranz der Ostalpen. Und guckt man in den Westen sieht man den Stierenberg (mit seinen 872 Metern der höchste ganz auf Aargauer Boden gelegene Punkt des Kantons) sowie die Westalpen und westliche Jurahöhenzüge.



Warum wir das machen? Weil wir in ein bisschen mehr als einer Woche in die Türkei fliegen und da circa die Hälfte des Lykischen Höhenwegs meistern wollen. Da wir beide nicht zu den Sportlern des Jahres zählen, müssen wir natürlich trainieren und der Homberg eignet sich zum Besteigen nach Feierabend sehr gut. Man benötigt dafür nicht all zu viel Zeit.

Für den Aufstieg haben wir den Autoweg genommen. Der ist ein bisschen länger und macht noch ein paar Schlänker. Auf dem Rückweg haben wir dann den geraden Weg nach unten genommen.

Vor einiger Zeit hat mal jemand zu mir gesagt, warum man in der Schweiz auswähle im Aargau zu wohnen, da sei es doch überhaupt nicht schön. Ich bin da ganz anderer Meingung!
Der Homberg lohnt sich - ob man grillieren will, im Restaurant etwas essen möchte oder einfach um die Natur zu geniessen! Und mein Erfolg war: KEINE BLASEN!

Montag, 28. März 2011

Verwechslungsgefahr!!!

NANOwar:




Nicht zu verwechseln mit MANOwar:



Hahahahahaha... tschuldigung... hahahahahaha...

The Music Monkeys - Eskorzo - Burning Lady - Bloodsucking Zombies from outer space



Nach so vielen geschobenen Überstunden war wieder mal ein verlängertes Wochenende angesagt. Und das begann am Donnerstag mit einer Wohnungsbesichtigung - viel zu teuer - Preis/Leistung gleich null und somit ging es dann sehr spontan nach Aarau ins Kiff.
Zuerst beehrten uns The Music Monkeys, eine schweizer Ska-Band. Meiner Meinung nach ist Ska nichts für Schweizer. Die haben das einfach nicht so im Blut, so sehr sie sich auch bemühen. Trotzdem muss ich sagen, war ich von The Music Monkeys echt überrascht! Es ist zwar schon eine ganze Weile her, seit ich ständig an irgendwelchen Ska-Konzerten rumhing. Doch würde ich jetzt einfach mal so behaupten, dass The Music Monkeys eine der besten schweizer Ska Bands ist, die ich je gesehen habe.
Aber eingentlich war ich da wegen Eskorzo. Die habe ich bereits schon gesehen und es war eine der erste Ska-Punk-Reggae Bands die mich überzeugte. Die Band aus Granada/Andalusien ist eine wahre Expolsion und eine echte Live-Band! Ich mag die Typen, wobei ich sagen muss, dass die Band ziemlich wenig wäre ohne den charismatischen Sänger mit der gigantischen Stimme. Wie immer haben sie eine super Show hingelegt, viel improvisiert und die Musik passte zum warmen Wetter zum Frühlingsbeginn! Hat so richtig gepasst!

Am Freitag war dann wieder eine Wohnungsbesichtigung dran... na... was soll ich sagen... auch nicht so das Wahre und auf dem Spielplatz sah es aus wie zu Kriegszeiten... mit dem überwucherten Sandkasten und den fehlenden Schaukeln. Da wir dann noch eine Absage erhielten für die Wohnung, die wir eigentlich haben wollten, musste der Freitagabend ersäuft werden und wir machten uns zu viert auf den Weg nach Zürich ins Werk 21. Nach dem Stau, in dem wir uns schon fast damit abgefunden hatten, dass wir wahrscheinlich keine Band mehr zu sehen bekommen, startete die Band Burning Lady. Noch nie davon gehört und wir wurden weggeblasen wie nix! Eine Mischung zwischen Rockabilly und Punk und die Frau hat ne Stimme, dass man in die Knie gehen könnte! ich mag sonst Frauenstimmen nicht besonders, aber da war ich Fan von der ersten Sekunde an... The Distillers in schön, wenn euch das was sagt. Damit ist sowohl die Stimme als auch die Frau gemeint. Sie hat ein wenig ein lustiges Englisch, da sie sonst französisch spricht. Aber das macht die ganze Sache nur sympathisch!
Danach beehrte uns auch schon die österreichische Psychobilly-Band The Bloodsucking Zombies From Outer Space die nur schon wegen dem Bandnamen eine Auszeichnung verdient hätten! Wie so oft war auch diese Psychobilly-Band als Zombies verkleidet - das gehört einfach dazu und macht diese Shows wirklich sehr sehenswert. Der Sänger war zugleich auch noch Schlagzeuger, was ich nie begreifen werde, dass das möglich ist! Da kann man sich nur verbeugen davor! Ach und überhaupt mag ich diese Musik immer mehr... sie ist cool und locker, intelligent und nimmt das Leben auf die Schippe, nimmt alles irgendwie nicht so ernst und trotzdem nehmen diese Leute sehr ernst, was sie da machen. Ich muss mir irgendwie diese sorgenfreie Musik mehr zu Gemüte führen und den Lifestyle ein kleines bisschen übernehmen! Und wenn ihr irgendwo mal diesen laaaaaaaaaangen Bandnamen lest, geht da hin und schaut euch das an, die Tanzbeine könnt ihr auch gleich mitnehmen!

Montag, 21. März 2011

Der Mond machts



Einen Schuldigen zu haben, besser gesagt zu erfinden, hilft. Anstatt die Probleme mal bei sich selbst zu suchen und sich selbst an der Nase zu nehmen ist es natürlich einfacher, den anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben und Vorwürfe zu machen.

Der Mond war dieses Wochenende ja sehr speziell schön und nah, aber er hat auch Unruhe gestiftet. Da es dieses Wochenende einfach ein bisschen viel gewesen ist, geben wir jetzt mal dem schönen Mond die Schuld:

-Die Familie spinnt wegen dem Mond
-Die Altsheimer-Krankheit des Nachbarn war nur so schlimm wegen dem Mond
-Die Blasenpflaster hielten beim Schwimmen nicht wegen dem Mond
-Am Suff am Samstag war natürlich auch der Mond schuld und auch an den Kopfschmerzen und an der Übelkeit am Tag danach
-Dass die Kunden heute auch noch komisch waren, lag auch am Mond und dass es Mon(d)tag ist liegt natürlich sowieso am Mond!

Dann gehen wir auch noch ein paar Tage zurück und geben dem Mond auch noch die Schuld an den Ereignissen in Japan und Libyen...

...zum Glück kann sich der Mond nicht wehren... und wenn er die Nase voll hat, lässt er sich einfach verdecken.

Dienstag, 15. März 2011